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Nachhaltiges Weihnachten

Nachhaltiges Weihnachten

Durch die Wirtschaft ist der Sinn von Weihnachten über die Jahre leider etwas verloren gegangen. Christkind und Weihnachtsmann, haben den Heiligen Sankt Nikolaus abgelöst, und der Brauch des Beschenkens der Ärmeren, ist durch Kapitalismus des Wirtschaftssystems abgelöst wurden. 

 


Xmas Energie Facts

Wie der Weihnachtsmann haben auch die Energieproduzenten und Versorgungsunternehmen in der Adventszeit viel zu tun. Allein durch elektrische Weihnachtsdekorationen wie Lichterketten und Sternenlampen kommt es zu einem erheblichen Mehrverbrauch an Strom, der sich deutschlandweit geschätzt auf rund 10 Mio. Euro zusätzliche Energiekosten summiert. Das entspricht einer Menge, die circa 10.000 Haushalte über das gesamte Jahr benötigen. 

 

Na abgesehen von den Kosten, da hoffe ich doch, dass der Strom bald aus 100% erneuerbaren Energien stammt.

Habt ihr eigentlich schon alle Geschenke zusammen?

Na hoffentlich nicht, denn hier hab ich noch ein paar wichtige Tipps worauf ihr beim Geschenke kaufen achten solltet. 

 

Stellt euch dazu einfach diese Fragen:

  • kaufe ich etwas, worüber der andere sich auch freut oder was er sich wünscht?
  • kaufe ich etwas, was der andere wirklich braucht
  • etwas, was ihm wirklich gefällt, oder nur mir?
  • wie wurde das produziert, was ich kaufe (mussten dafür Tiere leiden? Wurden die Arbeiter in den Fabriken o.ä. fair bezahlt? Wie hoch ist Umweltbelastung der Herstellung?)
  • was für eine Strecke musste es zurück legen?
  • wie oft kann man es benutzen? 
  • kann man es recyclen oder verursacht es viel Müll

Fast xmas fashion

Klamotten sind auf jeden Fall auf dem Wunschzettel zu Weihnachten beliebt. Und auch für das Weihnachtsfest, kleidet man sich gern und am besten mit den angesagtesten Trends ein. Und in Zeiten von Corona shoppt man am liebsten Online. Man denkt, wenn's nicht passt oder gefällt, kann man´s ja zurück schicken. 

Abgesehen davon, dass mir das immer viel zu umständlich ist, da ich es hasse zur Post zu gehen, gibt es hier noch andere Faktoren, weshalb man ganz genau über diese Geschenkoption und generell über das Thema Klamottenkauf nachdenken sollte.

Kleidung & Schuhe produzieren 10% der globalen Treibhausgase

  • lt. Greenpeace legt handelsübliche Kleidung eine Strecke von ca. 35.000km zurück. (Bei einem Hemd können es übrigens bis 140 Stationen sein.) Etwa ein Drittel der Retouren landen nicht wieder im Verkauf, sondern in der Mülltonne. 
  • bevor auf Druck von Greenpeace ein neues Kreislaufgesetz erlassen wurde, wurden unglaublich viele Neuwaren von großen Unternehmen wie Amazon und auch H&M, Zara und Co. vernichtet
  • ich vermute mal, dass ihr deswegen jetzt auch viel Kleidung seht, die aus recyceltem Material hergestellt wurden. Dabei muss es sich nicht mal zwingend um Secondhand Kleidung handeln, sondern kann auch aus alten neue (Retouren) Textilien bestehen
  • Chile ist seit langem eine Drehscheibe für gebrauchte und unverkaufte Textilien aus der ganzen Welt. In der Freihandelszone des Hafens von Iquique landen laut Recherchen der Nachrichtenagentur AFP jedes Jahr rund 59.000 Tonnen Kleidung. Was nicht in die Hauptstadt Santiago oder in Nachbarländer Südamerikas weiterverkauft wird, landet in der Wüste. Chiles einzigartiger Desierto de Atacama wird zur Abfallhalde für Fast Fashion. Moyra Rojas, Regionalsekretärin des Umweltministeriums sagt: "Kein Zweifel, diese Mülldeponien und Textilabfälle sind ein großes Problem für die Umwelt. Sie verursachen oft Brände, das verschmutzt die Luft. Und das betrifft das auch die Anwohner, denn die Deponien befinden sich ganz in der Nähe von besiedelten Gebieten."
  • Die Textilien sind so giftig wie Plastik oder Reifen. Sie enthalten viele Schadstoffe, beispielsweise durch das Färben, Bleichen oder Bedrucken. Laut einer aktuellen Studie von Greenpeace setzt die Textilindustrie mehr als 70 gesundheits- und umweltgefährdende Chemikalien ein. Das enthaltene Polyester braucht bis zu 200 Jahre, um sich abzubauen, und selbst dann bleiben sogenannte Mikroplastik-Artikel übrig.
  • Was man dagegen tun kann: Weniger Unnötiges konsumieren und Dinge länger tragen. WANT WHAT YOU HAVE - BUY WHAT YOU NEED (Möchte was du hast - kaufe was du  brauchst)
  • Man muss nicht immer jeden Fashion-Trend mit machen, diese: diesen Winter sind Bommelmützen und Röhrenjeans angesagt - strategien, dienen nur dazu, euch zum kaufen und Geld verschwenden anzuregen, mehr nicht!

 

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/muellhalde-atacama-wueste-101.html 

 

Hier shoppt ihr besser:

https://utopia.de/ratgeber/fair-fashion-marken-shops/ 



Also ich shoppe generell nicht gerne: im Laden kann man zwar die Sachen anprobieren und anfassen, aber oft nervt mich die Menge mit der man überflutet wird. Online bekommt man viel Verpackungsmüll mit geschickt, manchmal sogar mehr, als das Produkt selbst.

Was ist denn aber besser - onlineshopping oder ladenkauf?

Das Ergebnis der UBA-Studie beim Vergleich Onlineshopping oder Einkauf im Geschäft: Vor allem, was wir kaufen entscheidet über die Klimabilanz – und weniger, wo wir es kaufen. Bis zu drei Viertel der Treibhausgas-Emissionen im Lebenszyklus eines Produkts entstehen nämlich bereits bei der Herstellung. Der Anteil von Handel und Transport an den Gesamtemissionen macht dagegen nur etwa zwischen einem und zehn Prozent aus.

Das dürfte das Gewissen vieler Online-Käufer:innen beruhigen. Eine neue Analyse zweier Unternehmensberatungen vom April 2021 bestätigt das noch. Sie kommt zu dem Schluss, die Klimabilanz des Onlinehandels sei besser als die des stationären Handels. Demnach soll der berechnete CO2-Ausstoß beim stationären Handel pro verkauftem Produkt durchschnittlich um den Faktor 2,3 höher liegen als im Onlinehandel.

 

“Die größte Stellschraube für den ökologischen Einkauf sind langlebige Produkte, die umweltfreundlich hergestellt sind. Bestenfalls bekomme ich diese auch im Geschäft um die Ecke, das ich mit dem Fahrrad oder zu Fuß gut erreichen kann.”

Mehr dazu und worauf Verbraucher*innen achten mehr können: 

https://utopia.de/onlineshopping-ladenkauf-klimabilanz-umweltbundesamt-216717/

 

oh tannenbaum...

... du bist in unseren Wohnzimmern zu Weihnachten nicht mehr weg zu denken. Doch frage ich mich die letzten Jahre, welcher Tannenbaum ist denn eigentlich nachhaltiger? Plastik oder ein echter? 

Im Jahr 2019 wurden fast 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Meist werden sie auf riesigen Plantagen als Einmalprodukt gezüchtet. Dabei benötigt ein Baum vom Samen bis zur ausgewachsenen Tanne circa 12 Jahre, nur um dann gefällt und im Wohnzimmer für etwa vier Wochen aufgestellt zu werden. Wenn der Tannenbaum im Januar weggeworfen (nicht recycelt) wird, entspricht dies der Emissionen eines Hin- und Rückfluges von England bis nach New York. Während der Baum heranwächst, bindet er aber natürlich auch eine Menge CO2.

 

Bessere Alternativen findet ihr unter folgenden Links:

https://nachhaltig-sein.info/lebensweise/echter-christbaum-plastik-tanne-vergleich-oeko-nachhaltigkeit

https://utopia.de/ratgeber/weihnachtsbaum-alternativen-bio-oeko-regional/

https://www.careelite.de/nachhaltiger-weihnachtsbaum-alternative/

 

Was kommt bei euch eigentlich dieses Weihnachten auf den Tisch?

Ich bin ja mittlerweile Veganerin (ab und an gibts mal Cheat Days mit Käse und Eiern von Glücklichen Hühnern), aber dennoch hab ich jedes Jahr diesen leckeren Entenbraten in Erinnerung und überlege, Weihnachten mal ne Ausnahme zu machen. Natürlich wenn, dann keine gemästete ausm Tiefregal, sondern eine die besher glücklich auf einem Hof lebte. Die letzte Ente oder Gans die ich gebraten hatte war vom Biohof und hatte mich zwar so 80 Euro gekostet, aber dafür hab ich das Fleisch umso mehr geschätzt. Doch dann fällt mir wieder ein, das ich die sie lebend lieber habe und nicht möchte, dass so ein schönes Tier sein leben für mich lässt. Also doch vegan. Und zudem ist ein veganes Weihnachtsessen auch viel Klimaschonender, da Fleischproduktion eines der schlimmsten Klimakiller überhaupt ist. 

Der jährliche Weihnachtsbraten ist für viele Tradition. 2017 haben die Deutschen fast 29.000 kg Gänsefleisch verzehrt – 90 Prozent davon zwischen dem Martinstag und Weihnachten. Wer sich traditionelle Weihnachtsessen anschaut, sieht den Unterschied schnell: Während für ein Kilogramm Kartoffeln oder ein Kilogramm frischen Rotkohl 0,2 kg CO2e anfallen, verursacht Geflügel zwischen 5,5 und 6 kg CO2e und Rindfleisch sogar 13,6 kg CO2e - ohne überhaupt das verursachte Tierleid einzurechnen.

 

Super leckere vegane Alternativen findet ihr hier:

https://www.springlane.de/magazin/rezeptideen/veganes-weihnachtsmenue/ 

https://akademie-der-weltretter.de/2019/11/29/die-10-besten-veganen-weihnachtsmenues/ 

https://www.smarticular.net/weihnachtsbraten-vegan-rezepte-sonntagsbraten-pflanzlich/ 

 

Wer aber dennoch nicht auf Fleisch verzichten möchte, hier gilt wieder die allgemeine Fausregel:

  • regionale bzw. Tierhaltung aus der Region
  • Bio, also vom Biohof bzw. mit Kennzeichnung "Freilandhaltung", "bäuerliche Freilandhaltung" oder "bäuerliche Freilandhaltung
  • und für Beilagen etc. am besten noch saisonal 

Und was ist mit Fisch?

Schaut euch doch einfach bei Netflix mal den Film “Seaspiracy” an oder hört meine Sendung “Fischers Fritz fischt Plastik” nach. Der Titel der Sendung verrät schon einiges, was darauf hindeutet, das man lieber auf Fisch verzichten sollte. 

adopt dont shop

Wer darüber nachdenkt ein Tier zu schenken, überlegt bitte 10x länger, ob denn auch noch nach Weihnachten Zeit für das Tier da ist. Sich ein Tier anzuschaffen bedeutet viel Arbeit und Verantwortung. Ihr könnt sie nicht einfach wieder abgeben, wenn sie euch doch zu viel sind. Sie sind empfindsame Lebewesen und wollen geliebt und versorgt werden, wie ein Kind. Die Tierheime sind durch Corona schon überfüllt, und nach den Weihnachtstagen kommen jedes viele neue 4 Pfoten dazu. 

 

Wenn ihr also tatsächlich ein Tier (schenken) wollt, dann 

“Adopt dont shop” Adoptiert ein Tier und gebt einer armen ausgesetzten Fellnase ein liebevolles neues Zuhause.

nachhaltige xmas geschenke tipps

 

  • keine Lebensmittel verschwenden
  • Einpacken der Geschenke mit weniger Material, z.B. kann man auch altes Zeitungspapier verwenden, das sieht sogar sehr hübsch aus
  • weniger ist mehr, lieber Zeit mit einander verbringen als Quatsch schenken
  • Erlebnisse schenken
  • Recyceln
  • Gebraucht und Second Hand kaufen (z.B. auf ebay oder rebuy)
  • supported kleine Unternehmen und nachhaltige Startups
  • Spenden schenken
  • Spendenbaum in deiner Stadt suchen und kranken oder bedürftigen Kindern, oder Senioren etwas schenken https://www.helpandhope-stiftung.com/de/projekte/wunschbaum/ https://www.vdk.de/kv-leipzig/ID243374

 

https://utopia.de/galerien/sinnvolle-geschenke-weihnachten-geburtstag/#5

Denkt dran, ihr bestimmt den Markt, mit dem was ihr kauft! Kauft also verantwortungsbewusst, Klima und umweltfreundlich auch zu Weihnachten, damit wir eine nachhaltiger Zukunft kreieren und auch unsere nächsten Generationen, ein schönes Weihnachten haben.  

 

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